Leitindex für IT-Security startet: Objektive Messung kombiniert Phishing-Simulation, Penetration-Scanning und Reifegrad-Modell

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Der neue „Leitindex für IT-Security“ des IT KLUB startet heute seine erste Erhebungswelle und adressiert damit ein methodisches Defizit bestehender IT-Sicherheitsstudien: Bisher wurde Sicherheit fast ausschließlich durch Selbsteinschätzung ermittelt. Der Leitindex ergänzt dies durch standardisierte technische Messverfahren. Die Differenz zwischen subjektiver Einschätzung und objektivem Messergebnis wird als „Reality Gap“ quantifiziert.

IT KLUB-Erhebung misst Selbstbild und tatsächlichen Sicherheitszustand – vorab 22 Unternehmen registriert, darunter namhafte Retailer

Der neue „Leitindex für IT-Security“ des IT KLUB startet heute seine erste Erhebungswelle und adressiert damit ein methodisches Defizit bestehender IT-Sicherheitsstudien: Bisher wurde Sicherheit fast ausschließlich durch Selbsteinschätzung ermittelt. Der Leitindex ergänzt dies durch standardisierte technische Messverfahren. Die Differenz zwischen subjektiver Einschätzung und objektivem Messergebnis wird als „Reality Gap“ quantifiziert.

Bereits 22 Unternehmen aus dem DACH-Raum haben sich zur Teilnahme registriert, darunter namhafte Retailketten. Für die teilnehmenden CIOs und Security-Verantwortlichen ergibt sich eine kostenlose Bestandsaufnahme mit Benchmark-Einordnung gegenüber Branchenkonkurrenten.

Technische Methodik: Zwei Erhebungsebenen mit standardisierten Modulen

Subjektive Ebene: Ein strukturierter Fragebogen erfasst die Selbstwahrnehmung des Unternehmens in vier Untersuchungsdimensionen:

  1. IT-Sicherheit (technisch)
  2. IT-Sicherheit (organisatorisch)
  3. Datenschutz
  4. Business Continuity

Objektive Ebene: Nach der Zustimmung des Unternehmens werden zwei Messmodule aktiviert:

Modul Verfahren Messgröße
Phishing-Simulation Kontrollierte Test-Mail an Belegschaft Klick-Rate, Interaktionsrate
Penetration-Scanning (extern) Automatisiertes Scannen öffentlicher Services Offene Ports, veraltete Komponenten, exponierte Systeme

„Beide Verfahren bedeuten am freien Markt eine größere Investition. Im Rahmen der Studie sind sie für Teilnehmer enthalten – im Austausch für anonymisierte Daten“, sagt Hans-Jürgen Schwarzer, Pressesprecher des IT KLUB. „IT-Verantwortliche erhalten damit eine vollständige Bestandsaufnahme, ohne zusätzliche Budgets beantragen zu müssen.“

Reifegradmodell angelehnt an etablierte Frameworks

Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 5. Die Einstufung orientiert sich an bekannten Referenzmodellen wie dem NIST Cybersecurity Framework und ISO/IEC 27001-Anforderungen. Stufe 3 ist als wirtschaftlich sinnvolles Ziel definiert: Sicherheitsthemen sind hier definiert, dokumentiert und im Unternehmensalltag gelebt – ohne den überproportionalen Aufwand, den die Stufen 4–5 erfordern würden.

Die Auswertung differenziert je Untersuchungsbereich. Ein Unternehmen kann beispielsweise bei technischer Infrastruktur nahe am Selbstbild liegen und zugleich bei der gelebten Sicherheitskultur (Mitarbeiter-Verhalten) einen erheblichen Gap aufweisen. Genau diese Differenzierung ermögliche prioritätsrelevante Entscheidungen, so Schwarzer.

Datenverarbeitung und Compliance

Individuelle Ergebnisse verbleiben ausschließlich beim teilnehmenden Unternehmen. Für die aggregierte Gesamtauswertung werden Daten anonymisiert in einer deutschen Cloud verarbeitet. Die methodische Integrität wird durch Standardisierung gewährleistet: Jedes Unternehmen durchläuft dieselben Verfahren unter identischen Bedingungen. Dies ist Voraussetzung für die branchenspezifische und größenklassenspezifische Benchmark-Einordnung.

Über den IT KLUB

Der IT KLUB ist Herausgeber des Leitindex für IT-Security. Als unabhängiger Initiator verfolgt die Organisation keinen kommerziellen Verkaufsanspruch. Die Ergebnisse dienen der Bestandsaufnahme und dem individuellen sowie kollektiven Lernprozess im deutschsprachigen Mittelstand. Sitz: Mainz.

Gegründet am 12. Dezember 2013, ist der IT KLUB das größte IT- und Medien-Netzwerk der Region mit über 160 Mitgliedsunternehmen. Der ehrenamtlich geführte Verein versteht sich als einziger regionaler IT-Think Tank, der unabhängig und praxisnah berät. Sein Netzwerk umfasst mittelständische IT- und Medienspezialisten, Hochschulen, die Stadt Mainz, die IHK Rheinhessen sowie das Land Rheinland-Pfalz. Der IT KLUB entwickelt in seinen Fokusgruppen strategische Impulse für die digitale Transformation – von Whitepapers über Handlungsempfehlungen bis zu Fachevents.

Kontakt: info@itklub.de | www.itklub.de

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