In Rostock stellten fünfundachtzig Nachwuchsforscher beim 36. Landeswettbewerb Jugend forscht Mecklenburg-Vorpommern eine Vielfalt von vierundvierzig Projekten in sieben Fachbereichen vor. Die WEMAG AG und die Stadtwerke Rostock AG unterstützen die Veranstaltung seit Jahren als Patenunternehmen, honorieren das Engagement von Lehrkräften sowie wissenschaftlicher Betreuer und stellen Preisgelder bereit. Thematisch reichten die Beiträge von Energieeffizienz und künstlicher Intelligenz bis hin zu Umweltschutz. Ausgewählte Projekte qualifizieren sich für das Bundesfinale. Das stärkt Zukunftsfähigkeit.
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Nachwuchsforscher MV präsentieren 44 Projekte unter Motto „Maximale Perspektive“

Jugend forscht junior Chemie (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Im Rahmen des 36. Landeswettbewerbs Jugend forscht präsentierten 85 junge Forscherinnen und Forscher aus Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 44 Projekte unter dem Motto „Maximale Perspektive“ in der Rostocker Stadthalle. Die Teilnehmern zeigten Arbeiten in sieben Disziplinen – Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt – und verdeutlichten mit methodischer Sorgfalt, kreativem Denken sowie praxisnahen Lösungsansätzen, wie junge Talente Wissenschaft und Innovation verbinden. Sie knüpften Netzwerke und erhielten Feedback.
WEMAG und Stadtwerke Rostock finanzieren kontinuierlich MINT-Preise und Logistik
Die WEMAG AG unterstützt den Landeswettbewerb Jugend forscht in Mecklenburg-Vorpommern seit dessen Gründung im Jahr 1991 als erstes Patenunternehmen. Ab 2012 übernahm auch die Stadtwerke Rostock AG diese Rolle und trägt seither gemeinsam mit der WEMAG AG die Verantwortung für Finanzierung und Logistik. Diese Kooperation stellt Preise sicher und ermöglicht strukturierte Abläufe. Beide Partner stärken damit nachhaltig die MINT-Bildung in der Region und fördern junge Talente langfristig und kompetenzorientiert erfolgreich.
Unabhängige Jury bewertet sieben Fachgebietsprojekte nach Innovation und Praxisrelevanz

Jugend forscht junior Mathematik Informatik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Eine unabhängige Fachjury setzte sich aus Experten verschiedener Disziplinen zusammen und nahm eine eingehende Prüfung der eingereichten Forschungsvorhaben vor. Dabei standen Projekte aus Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik im Fokus. Unter strenger Beachtung von Innovationshöhe, wissenschaftlicher Methodik und praktischer Anwendbarkeit bewerteten die Juroren sämtliche Arbeiten und ermittelten anschließend die prämierten Gewinner für die Landespreise. Die Kriterien förderten dabei Objektivität, Fairness und Relevanz in allen Bewertungsprozessen.
Murche lobt steigende Teilnehmerzahlen und Engagement von Lehrkräften, Eltern
Thomas Murche, Mitglied des Vorstands Technik bei der WEMAG AG, würdigte die Zunahme der Teilnehmern am Landeswettbewerb und hob den Beitrag von Lehrerinnen, Lehrern, Betreuer und Eltern hervor. Seiner Ansicht nach sind diese engagierten Begleiter und Unterstützer die zentrale Basis, auf der der langfristige Erfolg und die Nachhaltigkeit des Wettbewerbs ruhen. Zugleich dienen ihre Anstrengungen als wichtiger Impuls für die berufliche Entwicklung und die wissenschaftliche Laufbahn der jungen Forscher.
Schubert: Motto inspiriert junge Entwickler zu Meerwasserentsalzung und Beleuchtungslösungen
Gerald Schubert, Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH, erläuterte, inwieweit das Motto des Jahres junge Programmierer und Ingenieure dazu motivierte, Konzepte für energieeffiziente Meerwasserentsalzung sowie intelligente Beleuchtungslösungen zu entwickeln. Er bezeichnete das Engagement als wichtige Investition in die Ausbildung kommender Fachkräfte der Energiewirtschaft. Dabei unterstrich er, dass die Förderung junger Talente langfristig zur Sicherung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im Energiesektor beiträgt. Darüber hinaus hob Schubert die Bedeutung partnerschaftlicher Unterstützung hervor.
Martin betont Zeitaufwand und Herzblut junger Forscherinnen für Innovation

Jugend forscht junior Technik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Die Wissenschaftsministerin Bettina Martin äußerte große Anerkennung für das umfangreiche zeitliche Engagement und die leidenschaftliche Hingabe, mit der die teilnehmenden Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher ihre Projekte realisierten. Sie hob hervor, dass gerade Kreativität und Neugierde in dieser Altersgruppe als zentrale Innovationsmotoren für technologischen Fortschritt und wissenschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gelten und langfristig entscheidend zur Stärkung der regionalen Forschungslandschaft und Wettbewerbsfähigkeit beitragen können. Unterstützen sowie junge Talente nachhaltig motivieren und effektiv fördern.
Dr. Viole lobt Neugier und Beharrungsvermögen junger Forscherteams erfolgreich
Dr. Uwe Viole aus dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung lobte die ausgeprägte Neugier und das unermüdliche Beharrungsvermögen der jungen Forscher ausdrücklich. Dabei betonte er, dass adäquate Planung, strukturierte Vorgehensweisen und die sorgfältige Anwendung wissenschaftlicher Methoden essenzielle Bausteine darstellen. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Freude an Experimenten und Erkundungen, kombiniert mit methodischer Disziplin, entscheidend zum nachhaltigen Lernerfolg beiträgt und kreative Problemlösungen beflügelt, und gleichzeitig das Selbstvertrauen der Teilnehmern stärkt.
Gallert lobt emotionale Gemeinschaftsatmosphäre in Stadthalle trotz gestiegener Kosten
Der Landeswettbewerbsleiter Heiko Gallert schilderte die Stimmung in der Rostocker Stadthalle als ausgesprochen emotional und gemeinschaftsstiftend. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Kosten im Vergleich zu früheren Jahren stark angestiegen sind. Er hob zudem die entscheidende Rolle der WEMAG AG und der Stadtwerke Rostock AG hervor und bedankte sich ausdrücklich für deren persönliche finanzielle Unterstützung und unermüdliche organisatorische Hilfe. Ohne ihr Engagement wäre die Durchführung des Wettbewerbs nicht möglich gewesen.
KI-Personenzählsystem, Kryptographie-Permutationen und Drohnenmodell gewinnen erste Landespreise und Qualifikation
In der Fachrichtung Arbeitswelt überzeugte ein KI-gestütztes Personenzählsystem durch präzise Analysen und intelligente Anpassung, während im Bereich Mathematik/Informatik nichtlineare Permutationen zur Steigerung der Kryptographiesicherheit vorgestellt wurden. Das technische Highlight bildete ein autonom fliegendes Modellflugzeug mit integrierter Kamerasensorik, das komplexe Flugmanöver und Live-Bildübertragungen ermöglichte. Diese drei herausragenden Projekte wurden jeweils mit dem ersten Platz ausgezeichnet und haben sich damit für das 61. Bundesfinale im Mai 2026 in Herzogenaurach qualifiziert.
Regionale Jugend forscht junior: Drei Teams präsentieren innovative Projektlösungen
Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht junior“ überzeugten drei Teams mit praxisorientierten Forschungsarbeiten: Ein Projekt untersuchte chemisch die Aufbereitung und Verwertung von Zigarettenstummeln, um Schadstoffe zu reduzieren und Recyclingpotenziale aufzuzeigen. Ein zweites Team analysierte in Mathematik und Informatik die Struktur von Diagonalen in Restklassenquadraten und entwickelte algorithmische Modelle. Das dritte Projekt präsentierte LumenCycle, ein technisches Konzept für adaptives Straßendesign mittels energieeffizienter LED-Steuerung. Alle Beiträge demonstrierten hohe Innovationskraft und methodische Sorgfalt.
Stadtwerke Rostock präsentieren umweltschonende, nachhaltige Energieversorgung und innovative Smart?City?Lösungen
Die Stadtwerke Rostock AG präsentierten während der Veranstaltung ihre umfassende Expertise als umweltfreundlicher Energieversorger und hoben dabei ihre vielfältigen Aufgabenbereiche hervor. Mit einem Team von etwa 700 Mitarbeitern betreiben sie in der Region leistungsfähige Stromnetze, Gasversorgungsleitungen und Fernwärmeanlagen. Darüber hinaus stellen sie moderne Glasfaserinfrastruktur bereit und entwickeln intelligente Smart-City-Anwendungen. Ergänzend fördern sie umweltverträgliche Mobilitätslösungen, um nachhaltige Verkehrsstrukturen zu etablieren und den Klimaschutz langfristig zu unterstützen und garantieren dabei höchste Zuverlässigkeit
Jugend forscht MV: Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft stärken Zukunft
Der Landeswettbewerb Jugend forscht Mecklenburg-Vorpommern verdeutlicht anschaulich die effiziente Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Forschungseinrichtungen, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern. Die Teilnehmern entwickeln anwendungsorientierte Konzepte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung, erwerben praktische Kompetenzen und bauen wertvolle Netzwerke auf. Durch diese interdisziplinäre Begleitung entsteht eine solide Basis für qualifizierte Fachkräfte, die künftig zentrale Beiträge zur Energiewende und technologischen Innovation in der Region nachhaltig und verantwortungsvoll gestalten werden.

