Wellengitter: Anwendungsbereiche und Vorteile für die Industrie

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Hergestellt aus Stahl, Aluminium oder Edelstahl: Wellengitter sind robust und witterungsbeständig, stabil und bringen zahlreiche weitere Vorteile mit. Ihre Anwendungsbereiche sind vielseitig.

Wellengitter: für Industrie, Gewerbe und Privat erste Wahl

Wellengitter tragen ihren Namen nicht von ungefähr: Erhalten haben sie ihn durch die verwendeten Drähte, die wellenförmig gestaltet sind. Sie werden sowohl längs als auch quer verflochten, wobei zahlreiche Kreuzungspunkte entstehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gittern werden diese Punkte nicht miteinander verschweißt. Dennoch ergibt sich eine hohe Stabilität der vorgekröpften Drähte. Ihre Schwingungsbereitschaft ist dank der festen Verbindungen gering, sodass hochwertige Wellengitter für vielerlei Anwendungen geeignet sind. Bei Bedarf können sie je nach Drahtqualität verformt werden, Biegen und Kanten sind mögliche Techniken. Sehr stabile Wellengitter hingegen lassen sich nicht mehr verformen.


Verschiedene Materialien für Wellengitter

Wellengitter werden häufig als Schutzelemente verwendet und finden sich damit im Freien wieder. Eine Rostbeständigkeit ist daher gefordert, außerdem eine hohe Stabilität sowie Wetterfestigkeit. Dies schränkt die Auswahl der Materialien ein. Hinzu kommt, dass eine optische Anpassung an bereits vorhandene Objekte gewünscht ist, zudem soll das Aussehen der Elemente hochwertig sein. Das richtige Material ist nach diesen Kriterien schnell zu finden: Ebenso wie hochwertige Zäune aus Edelstahl hergestellt werden, bietet sich dieses Material auch für Wellengitter-Elemente an. Auch sendzimirverzinkter Stahl ist für filigrane und gleichzeitig stabile Gittergeflechte erste Wahl. Eine nachträgliche Bearbeitung der Materialien ist jederzeit möglich. Tipp: Ist eine geringere Stabilität ausreichend und ist eine Verformung das Ziel, sind die Elemente auch aus Aluminium zu fertigen.

Vorteile von Edelstahl

Stahl, der über eine besondere Reinheit verfügt, wird als Edelstahl bezeichnet. Legiert oder unlegiert: Die Zusammensetzung des Stahls ist maßgeblich für die Qualität und Hochwertigkeit des Edelstahls. Chrom und Nickel sind in verschiedenen Anteilen enthalten und sorgen für die hohe Beständigkeit. Liegt der Anteil an Chrom über 10,5 Prozent, gilt der Edelstahl als rostfrei. Dieser hat neben der Rostfreiheit zahlreiche weitere Vorteile. Unter anderem ist Edelstahl leicht und dennoch robust, dabei säure- und witterungsbeständig. Bei einer Nutzung im Freien stellen sich kaum optische Veränderungen ein, was Edelstahl als Material für verschiedene Einsatzzwecke interessant macht. Der Vorwurf, dass bei der Herstellung von Edelstahl viel Energie benötigt wird, was wiederum den Aspekt der Nachhaltigkeit des Materials beeinflusst, kann zurückgegeben werden. Die Langlebigkeit des Edelstahls kompensiert den Mehraufwand an Energie um ein Vielfaches.

So werden Wellengitter hergestellt

Gewellte Drähte und ein Rahmen sind nötig, um Wellengitter-Elemente herzustellen. Dabei werden die Drähte durch Flechten miteinander verbunden.

Wie bereits erwähnt wurde, ist ein Verschweißen der Kreuzungspunkte nicht nötig, die gewünschte Stabilität ist auch ohne diese Verbundtechnik ausreichend gegeben.

Die hohe Stabilität, die dennoch gewährleistet ist, kommt durch das Verweben der einzelnen Drähte miteinander zustande.

Die Oberflächen von Wellengittern können unterschiedlich gestaltet sein. Teilweise werden sie blank gelassen, sie können aber auch verzinkt oder verchromt werden. Weitere Gestaltungsvarianten werden durch das Verkupfern, Eloxieren oder durch die Kunststoffbeschichtung möglich.

Damit lassen sich Wellengitter auch für Türen und Tore verwenden, die optisch an Zaunelemente oder Schutzgitter angepasst werden sollen. Natürlich ist auch eine farbige Gestaltung der Gitter möglich.

Stahl, der über eine besondere Reinheit verfügt, wird als Edelstahl bezeichnet. (Foto: AdobeStock - 505005747  aurema)

Stahl, der über eine besondere Reinheit verfügt, wird als Edelstahl bezeichnet. (Foto: AdobeStock – 505005747 aurema)


Vielfältige Anwendungsbereiche und Vorteile von Wellengittern

Wellengitter sind von verschiedenen Herstellern in unterschiedlicher Ausführung erhältlich. Blanke oder verzinkte Oberflächen, Stahl, Edelstahl oder Aluminium: Die Vielfalt der Wellengitter lässt das Finden des perfekten Gitters für jedes Projekt zu.

Nicht umsonst sind diese Gitter in vielen Betrieben und dort in unterschiedlichen Bereichen im Einsatz.

Häufig werden sie beispielsweise als Schutzgitter für Maschinen und Anlagen verwendet oder als Füllung für Tore, Zäune und Geländer.

Lüftungsschächte lassen sich mit Wellengittern abdecken, darüber hinaus ist es möglich, mit den Drahtgeflechten Lagerregale oder Transportgestelle zu bauen.

Wie gut, dass es Wellengitter in allen passenden Größen gibt, so findet sich für jedes Projekt das passende. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, ist es auch möglich, maßgeschneiderte Gitter herstellen zu lassen.

Wellengitter sind von verschiedenen Herstellern in unterschiedlicher Ausführung erhältlich. (Foto: AdobeStock - 442927724 M.i.c.c.a)

Wellengitter sind von verschiedenen Herstellern in unterschiedlicher Ausführung erhältlich. (Foto: AdobeStock – 442927724 M.i.c.c.a)


Die unterschiedlichen Anwendungsbereiche von Wellengittern auf einen Blick

Wellengitter haben den großen Vorteil ihrer Vielseitigkeit. Immer wieder entstehen neue Einsatzbereiche, nicht zuletzt durch die Ideen der Kunden sie in dieser Form verwendet:

  • Maschinenschutzgitter

    Um gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und die Mitarbeiter beispielsweise in der Produktion zu schützen, ist Maschinenschutzgitter erforderlich. Ein Durchlauf- oder Durchgreifschutz kann vor gefährlichen Maschinen angebaut werden und stellt die gesundheitsunschädliche Arbeit der Angestellten sicher.

  • Sicherheitszäune

    Wellengitter sind als Zaun ideal, sind sie doch leicht und optisch ansprechend, dabei aber gleichzeitig robust. In den Röhren, die den Rahmen der Gitter darstellen, kann intelligente Sicherheitselektronik verbaut werden.

  • Gebäudeschutzgitter

    Nicht selten werden durch Vandalismus hohe Kosten an Gebäuden verursacht. Mithilfe der Gebäudegitter kann eine optisch ansprechende Lösung gefunden werden, die es den potenziellen Verursachern derartiger Schäden unmöglich macht, ans Werk zu gehen.

  • Tierschutzgitter

    Überfluggitter als Schutz vor Fledermäusen oder Bieberschutzgitter sind nur zwei Beispiele für den Einsatz von Wellengittern aus Umweltschutzgründen. Hiermit werden Barrieren gegen unerwünschte Tiere geschaffen. Der Einsatz von Fallen oder anderen Abwehrmitteln ist damit nicht mehr nötig.

  • Auflagegitter

    In Unternehmen, die sich mit Lackierarbeiten oder mit dem Pulverbeschichten befassen, kommen Auflagegitter zur Anwendung. Sie haben eine minimierte Auflagefläche, ein positiver Effekt der Wellenform.

  • Lüftungsgitter

    Damit die Betriebssicherheit jederzeit gewährleistet ist, müssen Lüftungsanlagen nicht nur einwandfrei funktionieren, sondern auch vor Fremdkörpern und Tieren geschützt werden. Durch den Einsatz von Wellengittern wird das Ausfallrisiko der Lüftungsanlagen minimiert.


Wellengitter mit zahlreichen Vorteilen

Wellengitter bieten eine stabile Abgrenzung, ermöglichen aber dank ihrer Form eine freie Sicht auf alles. Damit erlauben sie auch die Einhaltung der Vorgaben zum Einzäunen von Grundstücken, denn Zäune, die als kompletter Sichtschutz dienen, sind je nach Bundesland nur bis zu einer bestimmten Höhe erlaubt. Ist diese erreicht, der Zaun soll aber auf stabile Art noch höher sein, kommen Wellengitter in Betracht. Gleichzeitig sind sie dank ihrer Stabilität für die Verwendung als Schutzgitter ideal.

Auch diese Vorteile überzeugen:

  • hohe Widerstandskraft bei mechanischer Beanspruchung
  • ungehinderter Luftaustausch möglich (z. B. für Kühlung von Motoren)
  • unterschiedliche Maschenweiten erhältlich
  • diverse Drahtstärken möglich

Nicht alle Wellengitter sind gleichermaßen für den Außenbereich geeignet, da beispielsweise vorverzinkte Drähte an den Schnittkanten rosten können. Diese sind besser für Schutzeinhausungen an Industrierobotern und Maschinen zu verwenden.

Sind Stanzgitter auch Wellengitter?

Immer wieder treten bezüglich der Frage, ob Wellengitter auch Stanzgitter und umgekehrt sind, Unsicherheiten auf. Zur Klärung: Stanzgitter werden aus glattem Draht gefertigt, Wellengitter hingegen aus geripptem. Die Kröpfung wird bei Stanzgittern ein- oder doppelseitig vorgenommen, wobei eine einseitige Kröpfung eine sehr glatte Unterseite erzeugt. Damit eignen sich Stanzgitter gut für Regallagerböden. Auch Stanzgitter können aus Edelstahl gefertigt werden, sind verzinkt oder blank erhältlich. Der Unterschied zu Wellengittern besteht tatsächlich nur in der der Kröpfung und der Beschaffenheit des Drahtes. Die Anwendungsgebiete beider Varianten können sich jedoch ähneln.

Immer wieder treten bezüglich der Frage, ob Wellengitter auch Stanzgitter und umgekehrt sind, Unsicherheiten auf. (Foto: Adobe Stock - 121195383  jeffy1139)

Immer wieder treten bezüglich der Frage, ob Wellengitter auch Stanzgitter und umgekehrt sind, Unsicherheiten auf. (Foto: Adobe Stock – 121195383 jeffy1139)


Fazit: Wellengitter als erste Wahl für verschiedene Anwendungen in der Industrie

Wellengitter sind immer dann erste Wahl, wenn es auf eine hohe Stabilität und gleichzeitig Witterungsbeständigkeit der verwendeten Gitter ankommt. Durch die Fertigung aus Edelstahl oder Stahl sowie durch eine entsprechende Oberflächenbehandlung wird die gewünschte Witterungsbeständigkeit erreicht. Wellengitter werden in der Industrie unter anderem für Einhausungen von Maschinen und Anlagen genutzt sowie als Schutzgitter für Lüftungsanlagen. Im Außenbereich sind sie sogar für Tore und Zäune nutzbar und hier dank unterschiedlicher Maschenweiten und Drahtstärken flexibel anwendbar. Einzelne Formen sind aufgrund des großen Verschnitts bei der Herstellung jedoch kostenintensiver, sodass eventuell statt der schrägen eine gerade Maschenform des Wellengitters gewählt werden muss.

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