Ab 2029 liefert Rheinmetall den modularen CT-025-Turm für das Spähfahrzeug Luchs 2 von GDELS und optimiert damit die Aufklärungskapazitäten der deutschen Heeresaufklärungstruppe. In Bremen und Rom werden die Oerlikon KBA 25-mm-Maschinenkanone sowie digitale Feuerleitanlagen entwickelt und gefertigt. Hochauflösende Sensoren ermöglichen eine präzise Zielerfassung und -verfolgung gegen Boden- und Luftziele einschließlich UAVs. Parallel unterstützt Rheinmetall Electronics mit AGFS- und AGDUS-Simulatoren realistische Trainingsszenarien in der Rheinmetall Battlesuite zur effektiven Einsatzvorbereitung und maximaler Szenarienvielfalt.
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GDELS vergibt umfangreich Großauftrag an Rheinmetall für Luchs-2 Systemlieferung
Anfang Februar 2026 erhielt Rheinmetall von GDELS in Kaiserslautern den Auftrag, bis 2029 modularen CT-025-Türme, dazugehörige 25-Millimeter-Hauptbewaffnung und modernste Trainingssimulatoren zu liefern. Der beauftragte Umfang umfasst Entwicklungs-, Produktions- und Integrationsleistungen sowie Serviceleistungen für Inbetriebnahme und Ausbildung. Mit einem Vertragswert im mittleren dreistelligen Millionenbereich stärkt diese Kooperation die Fähigkeiten des neuen Spähfahrzeugs Luchs 2, dokumentiert das hohe Vertrauen der Bundeswehr in Rheinmetalls technische Expertise, garantiert zuverlässige effiziente Leistungsqualität und dauerhafte Unterstützung.
Rheinmetall liefert bis 2031 insgesamt 274 CT-025-Türme für Spähfahrzeuge
Bis zum Jahr 2031 wird die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen insgesamt 274 Stück des neu entwickelten CT-025-Turms ausliefern. Dieses unbemannte und modular aufgebaute Turmsystem stellt im ersten Großauftragspaket die technologische Basisplattform dar. Es erlaubt variable Einsatzprofile dank austauschbarer Module und skalierbarer Integration. Mit dem CT-025 können logistische Anforderungen optimal berücksichtigt werden, während operative Erfordernisse durch schnelle Anpassbarkeit und hohe Modularität erfüllt werden, sowie effektiver präzise Steuerung in dynamischen Szenarien.
CT-025-Turm: Stabilisiertes Sichtsystem garantiert Bekämpfung von Luft- und Bodenzielen
Der CT-025-Turm ist mit einem stabilisierten optischen System ausgerüstet, das präzise Erfassung und Bekämpfung von Boden- und Luftzielen, einschließlich UAVs, ermöglicht. Die voll digitalisierte Feuerleitanlage integriert inertiale Waffenstabilisierung, einen hochgenauen Ballistikrechner und GVA/NGVA-kompatible Schnittstellen, um exakte Treffer auch in Bewegung sicherzustellen. Eine schusssichere Turmluke gewährt zusätzlichen ballistischen Schutz, während der Munitionsvorrat missionsgerecht optimiert wurde, um Einsatzflexibilität und Dauerfeuerfähigkeit zu maximieren. Modulare Architektur ermöglicht schnelle remote Sensorupdates und künftige Funktionserweiterungen.
CT-025 wird nahtlos in Rheinmetall Battlesuite integriert, bietet Zukunftssicherheit
Dank des offenen modularen Frameworks lässt sich der CT-025 reibungslos in die Rheinmetall Battlesuite integrieren und gewährleistet so eine durchgängige vernetzte Einsatzplattform. Das digitale Capability Store bietet dabei einen zentralen Zugang zu KI-gestützter Zielverfolgung, Ballistikdaten und missionsspezifischen Software-Upgrades. Ohne hardwareseitige Anpassungen können Funktionserweiterungen schnell implementiert, sicher verteilt und automatisch aktualisiert werden. Auf diese Weise bleibt das System flexibel skalierbar, kosteneffizient und zukunftssicher gegenüber wechselnden Anforderungen sowie wartungsarm, hochverfügbar robust stabil.
Oerlikon KBA 25: NATO-Standardkanone mit hoher Feuerrate und Präzision
Die Oerlikon KBA 25 ist eine 25-mm-Maschinenkanone von Rheinmetall Italia S.p.A. in Rom. Mit über 6000 gefertigten Exemplaren gilt sie als am häufigsten produzierte Waffe im NATO-Standardkaliber 25×137 mm. Drei auswählbare Feuermodi, eine Doppelgurtzuführung sowie eine Kadenz von bis zu 600 Schuss pro Minute gewährleisten hohe Vielseitigkeit im Gefecht. Die Einführung neuartiger Annäherungszünder-Munition optimiert die Effektivität gegen unbemannte Luftfahrzeuge, während die geringe Rückstoßenergie den flexiblen Einbau in unterschiedliche Fahrzeugplattformen erlaubt. reibungslos.
Rheinmetall Electronics liefert sechs AGFS für praxisnahe Spähtrupp-Ausbildung 2028
Für eine praxisnahe Ausbildung stellt Rheinmetall Electronics insgesamt sechs Gefechtssimulationsgeräte (AGFS) bereit, die speziell für den fahrzeuggebundenen Spähtrupp konzipiert sind. Bis Mitte 2028 wird das Referenzsystem verfügbar sein und sämtliche Aspekte der Fahrzeuglogik, Sensorik und ballistischen Berechnung äußerst realitätsnah abbilden. Durch die modulare Vernetzbarkeit mehrerer AGFS-Module lässt sich der „Train as you fight“-Gedanke vollständig umsetzen und gewährleistet eine zeitgemäße, einsatzrelevante Schulung unter nahezu realen Bedingungen. Zusätzlich integriert es umfangreiche Taktik- und Führungsaspekte.
Laserbasierter Duellsimulator AGDUS wird in künftige Fahrzeuggenerationen vollständig integriert
Der AGDUS-Duellsimulator wird vollständig in die künftige Fahrzeugflotte eingebunden und ermöglicht eine realistische Schießausbildung unter Einsatz laserbasierter Technologie. Durch Nutzung originaler Anzeige- und Bedienelemente aus den Puma- und Lynx-Programmen gewährleistet das System eine authentische Steuerung und Bedienerführung. Die Integration in Großübungen des Gefechtsübungszentrums erlaubt vernetzte Trainingsszenarien. Operatoren profitieren von präzisem Laserfeedback und realitätsnahen Umgebungsbedingungen. Modulare Übungsszenarien passen sich an Anforderungen an und schulen Bedienmannschaften effektiv.
Modularer CT-025-Turm ergänzt Feuerleitanlagen und Simulation für Luchs2 Programm
Rheinmetalls integrierter Beitrag zum Luchs 2-Programm kombiniert ein modulares Türmchen mit adaptiven Schnittstellen und eine vollständig digitalisierte Feuerleitanlage, die mittels inertialer Stabilisierung und Ballistikrechner auch in Bewegung präzise Treffer sichert. Die Oerlikon KBA 25 mm unterstützt flexibel angepasste Munitionsoptionen. Parallel dazu gewährleisten AGFS- und AGDUS-Simulatoren realitätsnahe Ausbildungsszenarien. Die Produktion in Bremen und Rom sowie die Battlesuite-Vernetzung fördern Effizienz, europäische Kooperation und erhöhte Einsatzbereitschaft der Bundeswehr im Gefechtsfeld und strategische Flexibilität.

