Neue Branche übergreifende Analyse zeigt Strompreise, Verbrauch und Ökostromanteile

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Der Gewerbestrom-Report 2026 der Energie-Einkaufsgemeinschaft wattline präsentiert einen ersten branchenübergreifenden Benchmark zu Strompreisen, Verbrauchsmengen und Ökostromanteilen von mehr als 26.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen in 16 Bundesländern. Die Untersuchung identifiziert Preisunterschiede von bis zu siebzehn Prozentpunkten, Verbrauchsvariationen von über hundert Prozent sowie einen durchschnittlichen Ökostromanteil von 29,8 Prozent. Diese umfassende Datengrundlage schafft Transparenz für den Mittelstand und ermöglicht eine gezielte Optimierung der Energiebeschaffung.

wattline veröffentlicht umfassende Gewerbestrom-Analyse für 26.000 KMU bundesweit branchenübergreifend

Stromverbrauch von KMU: Vergleich der Bundesländer (Foto: wattline GmbH)

Stromverbrauch von KMU: Vergleich der Bundesländer (Foto: wattline GmbH)

Der Gewerbestrom-Report 2026 der Energie-Einkaufsgemeinschaft wattline präsentiert erstmals eine umfassende Auswertung von Strompreisen, Verbrauchsdaten und Ökostrom-Anteilen anhand realer Energiedaten von mehr als 26?000 kleinen und mittleren Unternehmen aus 16 Bundesländern. Die branchenübergreifende Analyse ermöglicht Vergleichswerte in zwölf Sektoren, schafft Transparenz für bisher unterrepräsentierte Mittelstandsunternehmen und liefert Entscheidungsgrundlagen für betriebliche Energieeinkäufe. Philip Gutschke hebt hervor, dass der Mittelstand differenzierte Daten genauso verdient wie Industrie und Haushalte um langfristige Kostenoptimierungen zu erreichen.

wattline-Strompreisindex belegt deutliche Verdopplung der bundesweiten KMU-Strompreise seit 2020

Der Strompreisindex von wattline verdeutlicht, dass KMU seit der Energiepreiskrise 2020 mit einer nahezu zweifachen Erhöhung der allgemeinen Stromkosten konfrontiert sind. Dieser Anstieg übertrifft das Vorkrisenniveau deutlich. Im bundesweiten Vergleich verzeichnen Betriebe in Bayern, Bremen sowie Schleswig-Holstein die höchsten Tarife und zahlen bis zu siebzehn Prozentpunkte mehr als Unternehmen im Saarland, das als preisgünstigste Region gilt. Diese Erkenntnisse unterstreichen regionale Preismuster signifikant.

KMU-Medianverbrauch 85.839 kWh pro Jahr mit deutlichen regionalen Landesunterschieden

Der Median-Stromverbrauch deutscher KMU beträgt 85.839 kWh pro Jahr. Zwischen Bundesländern zeigen sich deutliche Abweichungen: Hamburger Betriebe liegen im Median 76 Prozentpunkte über dem Durchschnitt, Bremer Unternehmen 28 Prozentpunkte darunter. Daraus ergibt sich eine Differenz von 104 Prozentpunkten, was im absoluten Verbrauch fast dem Zweieinhalbfachen entspricht. Brancheninterne Schwankungen sind dabei regional noch größer. Besonders ausgeprägt sind diese Abweichungen in der Fleisch- und Fischverarbeitung, während Verwaltung und Bildung vergleichsweise stabil bleiben.

29,8 Prozent der KMU beziehen Ökostrom mit großen Unterschieden

Knapp 29,8 % der ausgewerteten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beziehen ausschließlich oder anteilig Ökostrom, wobei deutliche Unterschiede zwischen Branchen und Regionen bestehen. Im Bereich Verwaltung und Bildung liegt der Anteil ökologisch erzeugter Energie bei 40,5 %, während die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft lediglich 13,8 % erreicht. Bundesweit führt Berlin mit 51 % Ökostromnutzung, während Thüringen mit 15 % am unteren Ende steht. Erzeugte Mengen in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein werden nicht zwingend lokal konsumiert regional.

Bäckerhandwerk verzeichnet 206 Prozentpunkte Verbrauchsabweichung zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Der Report liefert Vergleichswerte zum Stromverbrauch verschiedener Branchen. Im Bäckerhandwerk liegen niedersächsische Betriebe 140 % über dem Mittelwert, Schleswig-Holstein 66 % darunter – eine Spannweite von 206 Prozentpunkten und fast siebenfachem Verbrauch. Im Gastgewerbe variieren die Werte von 183 % über dem Median in Berlin bis 38 % darunter in Sachsen. Im Metallgewerbe mit rund 140 130 kWh Jahresverbrauch schwanken die Werte zwischen +277 % in Berlin und -59 % in Sachsen-Anhalt, wo Tarife 12 % über Branchendurchschnitt liegen.

Gewerbestrom-Report analysiert zwölf Branchen und stellt exklusiven Strompreisindex bereit

Der Report umfasst Auswertungen für zwölf wirtschaftliche Segmente, darunter Bäckerhandwerk, Gastgewerbe, Metallgewerbe sowie Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Er integriert dabei länderübergreifende Preis- und Verbrauchsvergleiche und stellt darüber hinaus den eigens von wattline entwickelten Strompreisindex bereit, der tarifliche Entwicklungen transparent dokumentiert. Mittelständische Unternehmen erhalten uneingeschränkten kostenfreien Zugriff auf alle Branchendaten. Damit schafft der Report erstmalig eine sehr belastbare, breit gefächerte Datengrundlage, auf deren Basis KMU ihre Energiekosten analysieren und effizient optimieren können.

Der Gewerbestrom-Report 2026 der Energie-Einkaufsgemeinschaft wattline bietet kleinen und mittleren Unternehmen erstmals einen umfassenden Einblick in variierende Stromtarife, Verbrauchsmuster und Ökostromanteile. Durch den Vergleich von über 26.000 tatsächlichen Verbrauchsdaten aus zwölf Branchen in 16 Bundesländern werden regionale Preisunterschiede sowie Einsparpotenziale transparent aufgezeigt. Kostenlose Auswertungen ermöglichen es KMU, eigene Energiebeschaffungsstrategien zu überprüfen, Benchmarks zu nutzen und Entscheidungen zur Optimierung ihrer Stromkosten und Nachhaltigkeitsziele zu treffen um ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

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